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Hobby zum Beruf machen

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Re: Hobby zum Beruf machen

Beitragvon Ontherock » 30. Dez 2013, 14:38

Ich habe mir auch immer Stellen gesucht die ich mit Freude mache und mit Leidenschaft ausübe. Weil ich nur so jeden Tag motiviert arbeiten kann. Dabei hat es natürlich immer wieder Angebote gegeben wo ich meine Hobbies wie wandern, fotografieren, bergsteigen etc hätte verbinden können...doch mir war bewusst dass wenn du deine grössten Hobbies hauptberuflich machst, sie als Hobby verlierst. Und ich finde es extrem wichtig, dass man etwas neben dem Beruf hat als Ausgleich. Denn wenn du den ganzen Tag hinter der Kamera verbringst, möchtest du nicht auch noch am Abend oder Wochenende fotografieren. Das selbe ist mit bergsteigen. Nur da kann man gut mal eine Saison als Bergführer arbeiten, um so richtig auf die Rechnung zu kommen und dann ein paar Monate wieder etwas komplett anderes machen.
Auf der Liste möchte ich noch Berghüttenwart ergänzen. Das ist zwar sehr anstrengend und abgeschieden aber ein tolles Erlebnis einmal ganz mit dem Berg und seinen Stimmungen (Naturschauspielen) zu leben. Und es gibt immer auch ruhigere Tage wo man dann ohne anzureisen schon ganz oben einsteigen kann. Je nach Hütte gibt es da mehrere Gipfel die innert weniger Stunden erklommen werden können und körperlich hält einem nur schon der Nahrungsmitteltransport super fit. Wer eine Auszeit braucht aber trotzdem was tun und gebraucht werden will, sollte sich das Mal überlegen - kann ich nur empfehlen!
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Re: Hobby zum Beruf machen

Beitragvon lampi » 7. Jan 2014, 19:35

Manche Gäste halten Dich mit unverschämten Ansprüchen schon so in Trab, Du brauchst keine Berge mehr zum Hochzulaufen.

An Tagen mit Bergwetter hast Du einen 24-Stunden- Tag, an Tagen ohne viel Arbeit ist das Wetter Scheiße.

Liegt die Wettervorhersage total daneben, bist Du entweder nur am Rotieren oder Du musst Deine Hilfskräfte fürs Nichtstun bezahlen.

Dann kommen noch die Jungs von der Bezirksverwaltung, die bei fehlendem Sachverstand von Dir die Einhaltung der gleichen Betriebsbestimmungen abverlangen wie von einem Restaurant im Tal. ("Sie haben gerade kassiert und danach Salat gewaschen. Der kommt sofort in den Müll")

Nein, Hüttenwirt ist kein erstrebenswerter Job.
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Re: Hobby zum Beruf machen

Beitragvon Ontherock » 20. Jan 2014, 13:20

Ok, das ist ansichtsache und wir sprechen glaub ich von 2 verschiedenen Dingen. Ich spreche nicht von Berggasthäusern (Restaurant), sondern Berghütte für mehrtägige Wanderungen mit Schlafmöglichkeit...und du hattest da wohl gar keine gute Erfahrung gemacht, tut mir leid.

Ich hatte eine super Saison. Waren ein tolles, familiäres Team, habe viele sehr schöne Bekanntschaften mit Gästen gemacht wenn wir uns am Abend mal dazu gesetzt haben vor dem Schlafen legen. Haben nur Abendessen/Frühstück angeboten für Übernachtungsgäste (max. 40 pax) kein Restaurantbetrieb. Einkassiert wird nur nach Konsumation bei Abreise der Gäste am Morgen. Somit waren 2 von uns auch oft mit Gästen als Bergführer unterwegs, weil für den Empfang der Schlafgäste eine Person reichte. Menge ist zudem klar kalkulierbar. Wir mussten erst aufs rüsten/kochen zurück sein. Bei Schlechtwetter haben wir uns handwerklich betätigt, mit Stricken von Stirnbändern, Mützen etc., Steinschleifen u.s.w. um uns kleine Nebenverdienste zu ermöglichen mit dem Verkauf der Sachen. Bei langanhaltend schlechtem Wetter konnte einer im Tal seine Familie besuchen. (Was allen auch immer sehr willkommen war) Ums grosse Geld verdienen geht es dabei eh keinem, aber man gibt ja auch gar nichts aus da oben in der Einsamkeit. Glaube ist eine grosse Frage der Organisation und Angebot der Hütte ob es Stress pur ist oder eben ein tolles Erlebnis daraus wird. Dass es streng ist, stelle ich hier gar nicht in Frage. Aber wenn Menschlichkeit und Spass bei der Arbeit Platz hat, kann es durchaus das Leben eines Traums für ein paar Monate sein. Hobbie zum Beruf machen! Aber jedem das seine - mir hat es super gefallen!
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Re: Hobby zum Beruf machen

Beitragvon lampi » 20. Jan 2014, 14:38

Zum Glück habe ich einen Brotberuf und gehe nur zu Spaß in die Berge. Solche wie von Dir beschriebenen Hütten gibt es leider nur selten. Aber es freut mich dass es auch in dem Metier gute Erfahrungen gibt.
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Re: Hobby zum Beruf machen

Beitragvon hang loose » 3. Feb 2014, 18:50

Such dir einen Beruf, der dir gefällt, der Sinn macht und den du mit Leidenschaft ausüben kannst,- dann... brauchst du nie wieder Arbeiten.

Zeit zum Klettern bleibt das sicher auch noch :-)
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Re: Hobby zum Beruf machen

Beitragvon Jürgen-Kremer » 5. Feb 2014, 22:02

@hang loose: Den Beruf mußt Du mir mal zeigen! Und selbst wenn es das Hobby wäre. Du willst mir jetzt nicht etwa ernsthaft sagen, das es in unserer kapitalistisch industriellen Welt irgendeinen Beruf gibt, den man wegen Spaß ausübt... ](*,)
Klar gibt es auch immer nette, zuverlässige, loyale Arbeitskollegen. Dummerweise aber auch mindestens genausoviele andere. Auch ich habe (zum Glück gerade in den Wintermonaten) immer ein recht hohes Arbeitspensum, es ist gar nicht so, daß ich das nicht gerne mache, weil die Arbeit halt da ist und die sollte gemacht werden. Spaß - naja. Das Sammeln von Fleißbildchen, die dann eh keinen interessiert und sie anschließend der Feuerbestattung übergeben werden können - kann das der Sinn von Arbeit sein?

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Re: Hobby zum Beruf machen

Beitragvon lampi » 6. Feb 2014, 15:30

Hi Jürgen,

Jürgen-Kremer hat geschrieben:Das Sammeln von Fleißbildchen, die dann eh keinen interessiert und sie anschließend der Feuerbestattung übergeben werden können - kann das der Sinn von Arbeit sein?

Verrückt ist, wer sein Leben mit Dingen verplempert, an die er nicht glaubt (Andrea de Carlo)

wer sich's leisten kann, braucht weder ersteres noch letzteres zu tun. Alle anderen müssen auch wovon leben.
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Re: Hobby zum Beruf machen

Beitragvon felsflo » 13. Feb 2014, 14:37

Ich glaube es funktioniert nur dann, dass Hobby zum Beruf zu machen, wenn du das in der Arbeit so gestalten kannst, wie in der Freizeit. Ansonsten - da haben meine Vorredner schon recht - vergeht schnell die Lust oder man kommt gar nicht mehr zu dem, weswegen man angefangen hat.
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Re: Hobby zum Beruf machen

Beitragvon MaxClimb » 15. Dez 2015, 11:12

Ich weiß nicht ob es eine genormte Jobbezeichnung dafür gibt, aber: "Kletterhallenbesitzer" :D

Ich kenne 3 Leute die sich damit zusammen selbstständig gemacht haben
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Re: Hobby zum Beruf machen

Beitragvon lampi » 15. Dez 2015, 13:52

Lass mich raten.
Du bist einer von denen.
Wobei Besitzer vermutlich weder ganz falsch noch ganz richtig sein dürfte für einen Franchisenehmer.
Das Teil ist aber nicht schlecht geworden und Eröffnung bei bestem Kletterwetter ist "sportlich". :-"
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Re: Hobby zum Beruf machen

Beitragvon Dana36 » 18. Dez 2015, 10:52

MaxClimb hat geschrieben:Ich weiß nicht ob es eine genormte Jobbezeichnung dafür gibt, aber: "Kletterhallenbesitzer" :D

Ich kenne 3 Leute die sich damit zusammen selbstständig gemacht haben


Kommt da wirklich genug Geld rein um auch davon zu leben? Bei so Projekten denke ich immer, dass es zwar ein wenig was abwirft, man aber nur schwer davon leben kann. Haben deine drei Bekannten noch andere Projekte oder sind sie wirklich nur Hallenbesitzer? Finde das ganze sehr interessant und so ein Einblick hinter die Kulissen ist ganz spannend. :D
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Re: Hobby zum Beruf machen

Beitragvon BERTHOLD » 17. Aug 2016, 20:47

Sollte man versuchen ne
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