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Die Volksverdummung mit dem demografischen Wandel

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Die Volksverdummung mit dem demografischen Wandel

Beitragvon rhacodactylus » 6. Jan 2018, 13:57

Ein sehr durchdachter Beitrag von Holger Balodis !

https://www.westendverlag.de/kommentare/die-spd-sollte-die-solidarrente-zur-bedingung-machen/

"Was oberflächlich gut klingt, erweist sich bei näherer Betrachtung als vollkommen ungenügend. Das Rentenniveau, so sagen es derzeit alle Prognosen, bleibt aufgrund der guten Beschäftigungslage bis zum Jahr 2022 ohnehin stabil bei rund 48 Prozent. Eine vorläufige Stabilisierung kostet die CDU also nur ein müdes Lächeln. Gegen eine spätere Erhöhung auf 50 Prozent gäbe es allerdings Widerstände. Und dennoch wären die Rentner vermutlich bitter enttäuscht, wenn sie die Früchte einer solchen Verbesserung in Augenschein nähmen: Die sogenannte Standardrente (= Rente nach 45 Versicherungsjahren mit Durchschnittsverdienst) stiege ausgedrückt in Werten von heute von monatlich 1.396 Euro auf 1.454 Euro, brutto wohlgemerkt."


Auf den Punkt gebracht 1.454 Euro Brutto, bedeutet z.B. 2030 1.238.28 Euro Netto !
https://www.finanzrechner.org/sonstige-rechner/rentenbesteuerungsrechner/


und

"Die Renten wurden seit der deutschen Wiedervereinigung durch diverse Maßnahmen um mindestens ein Drittel entwertet. Wollte man das wieder ausgleichen, so müsste die Standardrente auf mindestens 1.890 Euro angehoben werden. Vergleiche mit europäischen Nachbarländern zeigen: Das ist möglich und finanzierbar."


Genauso ist es, wie Österreich, Holland u.a. zeigen !


https://www.vile-netzwerk.de/niederlande/articles/das-rentensystem-in-den-niederlanden.html

"Mit der betrieblichen Altersversorgung können erwerbstätige Arbeitnehmer zusammen mit der Grundrente eine Versorgung von insgesamt 70 Prozent des zuletzt bezogenen Verdienstes aufbauen, wenn sie 60 Jahre alt sind. Bei der betrieblichen Altersversorgung hat der Staat in den vergangenen Jahren regulierend eingegriffen. So kam der Staat mit den Tarifparteien überein, die Arbeitnehmer auch über 60 Jahren im Arbeitsprozess zu halten. Sie können dann eine Rente von 100 Prozent des letzten Verdienstes aufbauen. Durch die Vorruhestandsregelung (VUT) hören viele Niederländer jedoch mit 60 Jahren auf zu arbeiten."

Zumal die oft zitierte Begründung demografischen Wandel, grober Unfug ist !
Was hat eine Einführung der Besteuerung der Renten, mit einem demografischen Wandel zu tun ?


"Dennoch fordert das derzeit erstaunlicherweise keine einzige der im Parlament vertretenen Parteien. Die Folge: Wir erzeugen mittel- und langfristig massenhaft Altersarmut. Hart kritisiert wurde das erst vor wenigen Tagen im jüngsten Rentenbericht der OECD. Von den 35 Mitgliedstaaten liegt das deutsche Versorgungsniveau auf Platz 30. Auf dem letzten Platz liegt Deutschland gar bei der Lücke zwischen Männer und Frauenrenten."

So ist es, die Linke sollte sich darüber Gedanken machen. Sinnvollerweise auch die SPD, wenn sie eine Chance haben will, irgendwann wieder einen Kanzler zu stellen.

"Auch bei der Versorgung von Geringverdienern liegen wir ganz weit hinten. Besonders kritisiert wird von der OECD die Privilegierung der Beamten. Die Reaktion unter den politisch Verantwortlichen: Fehlanzeige. Das überrascht dann doch in Zeiten, da neoliberale Leitartikler immer wieder verkünden, in einer alternden Gesellschaft lebten wir schon in einer Art Rentnerdiktatur. These: Die Politik verteile ständig Geschenke an die Alten – zu Lasten der Jungen. Davon ist leider nichts, aber auch gar nichts zu sehen. Siehe OECD-Analyse."

In Österreich werden die Beamtenrenten aktuell an das Rentenniveau, der Normalverdiener angepasst.
Beamte und Selbstständige werden in die Rentenkasse mit einbezogen !


siehe auch
https://www.boeckler.de/pdf/v_2017_09_18_blank_zwiener.pdf


"Was bietet Österreich?
– Zentrale Formel: 80/45/65
• 80 % Bruttoersatzrate bei 45
Versicherungsjahren und Rentenantritt mit 65

– Öffentliche Verantwortung und Umsetzung! KeineTeilprivatisierung!

– Finanzierung
• 22,8 % Beitragssatz seit 1988, 12,55 AG/10,25
AN + variable Bundesmittel (Ausfallhaftung)

– Erwerbstätigenversicherung
Einbezug von Beamten und Selbstständigen

– (bAV: mindestens 50% Arbeitgeberbeteiligung)"
rhacodactylus
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