Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Fragen zu alpinen Dingen?

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martin_h
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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von martin_h » 24. Feb 2010, 11:24

Ich finde die Reaktion des Vertreibers richtig und angemessen. Es gehört sich nicht, unter einem Pseudonym - besser gesagt: Anonym - ein Produkt oder - wie hier - gleich eine ganze Marke niederzumachen. Hinzu kommt, daß Frau Leutheuser noch nicht einmal vorträgt, wie alt (in Jahren) die Seile sind und die Angabe (ca. 10 x benutzt) auch völlig nebulös ist. Präzisere Angaben wären schon sinnvoll, aber die fehlen ja nun gerade. Außerdem ist der Ursprungstext an wesentlichen Stellen editiert und auf die Antwort auf GetGear angepaßt worden. Solche Manipulationen sind schäbig und unredlich und solche Personen aus dem Dunkel ihrer Anonymität ins Licht zu holen ist die richtige Reaktion. Frau Leutheuser versucht hier, mit geschäftsschädigenden, nicht sauber belegten Behauptungen Schadensersatz zu erpressen.

Das verlinkte Foto zeigt einen alten, pelzigen Strick.

Die alten Edelweiss-Seile wie "Sharp 8,5 mm" waren gut und solide. Wie es mit den neuen Modellen aussieht, seitdem die Produktion nach Madagaskar verlagert wurde, weiß ich nicht.

Es ist auch unwahr, daß grundsätzlich Mäntel und Kerne von Kletterseilen miteinander verwoben sind. Vielmehr sind sie es meistens nicht und nur einige Modelle eines Herstellers verfügen über solch eine Verbindung.

trese
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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von trese » 24. Feb 2010, 11:38

... man sollte trotzdem nicht ihren Namen ins Internet hinaus brüllen - vorallem wenn man sich als Verkäufer/Vertriebspartner noch das letzte bisschen Seriosität bewahren will

hannes
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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von hannes » 24. Feb 2010, 14:17

IUL hat geschrieben:Für alle Leute, die überprüfen wollen, was Herr Rimbeck bez. des Seilzustandes hier behauptet, stellen wir noch ein zweites Bild ins bergsteigen.at - Forum (http://www.bergsteigen.at/forum/Thema.aspx?ID=79177).
die fliesen gehören dringend mal wieder gewischt!

hannes und kennst du eine, kennst du alle?

der grieche
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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von der grieche » 24. Feb 2010, 14:29

martin_h hat geschrieben:Das verlinkte Foto zeigt einen alten, pelzigen Strick.
? einer von uns muss mal zum augenarzt!

zur reaktion von getgear:

eine firma für arbeitssicherheit sollte in einer stellungnahme zu einer reklamation in der lage sein den text vor dem absenden noch mal durchzulesen - es könnte sonst durchaus ein (hoffentlich) falscher eindruck entstehen.

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Suki
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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von Suki » 24. Feb 2010, 15:35

Also eine solch extreme Mantelverschiebung bin ich eigentlich nur von Seilen gewohnt, bei denen der Mantel eh bald durch ist. Das auf dem Bild gezeigte Seil ist dagegen wirklich sehr gut erhalten. Wie von Getgear behauptet werden kann, dieser Strick sei alt und "extrem" benutzt, kann ich nicht nachvollziehen. Ich hatte mal ein Edelweiss Seil, dass ich hauptsächlich zum Petzeln und Topropen benutzte und ich muss sagen, dass ich mit dem durchaus zufrieden war.
Die Reaktion vor Getgear finde ich auch nicht angemessen. Dass man in Foren nucht unter dem Realnamen schreibt, ist normal...

barfuss
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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von barfuss » 24. Feb 2010, 17:31

der grieche hat geschrieben:
martin_h hat geschrieben:Das verlinkte Foto zeigt einen alten, pelzigen Strick.
? einer von uns muss mal zum augenarzt!

zur reaktion von getgear:

eine firma für arbeitssicherheit sollte in einer stellungnahme zu einer reklamation in der lage sein den text vor dem absenden noch mal durchzulesen - es könnte sonst durchaus ein (hoffentlich) falscher eindruck entstehen.
Nicht einer - Martin_h muss zum Augenarzt!
Jedes meiner Seile sah nach vier Wochen gebrauch schlimmer aus. Nach nur zehn Mal klettern sollte so eine Mantelverschiebung nicht auftreten.
Den "richtigen" Namen ins Netz zu posten ist gar nicht, unter gar keinen Umständen ok - das Internet vergißt nicht....

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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von D.O.C. » 24. Feb 2010, 20:27

Mit DER Stellungnahme , hat sich Herr Rimbeck von GetGear ja den totalen Bärendienst erwiesen.
Dass das Seil kaum gebraucht ist, sieht ja ein Blinder mit Krückstock.

Statt sich über den Hinweis auf offensichtliche Qualitätsmängel dieses Seils aufzuregen, sollte man lieber mal ansprechen, ob die Herren vertrauliche Kundendaten einfach so veröffentlichen dürfen. Ich kann mir kaum Vorstellen, dass die Kundin der Veröffentlichung zugestimmt hat. Allerhöchstens der Speicherung für interne Zwecke über die Annahme der AGB's.

Und natürlich schreibt man im Internet über Pseudonym.

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martin_h
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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von martin_h » 25. Feb 2010, 09:53

der grieche hat geschrieben:
martin_h hat geschrieben:Das verlinkte Foto zeigt einen alten, pelzigen Strick.
? einer von uns muss mal zum augenarzt!
Das kleine Stück, was sie in der Hand halten, ist für das Foto gut rausgeputzt. Aber dann guck Dir mal den Rest an, der auf dem Boden liegt... Außerdem zeigt sich die Mantelverschiebung immer am Ende des Seils und dieses Ende wird zwangsläufig am allerwenigsten beim Klettern beansprucht.

Schau Dir mal die Bilder von neuen Edelweiss-Seilen an und dann vergleiche.

Die Kritik von Frau Leutheuser ist unsachlich. Sachlich wäre es gewesen, das Erwerbsdatum der Seile mitzuteilen und näheres zu den "10 Touren". 10 Bigwall-Touren im Granit beanspruchen ein Seil anders als 10 Gletschergänge mit einem Halbseil, um mal zwei Extreme zu nennen. Eine Tour kann eine Woche oder 3 Stunden dauern, je nachdem.

Also, Frau Leutheuser, ich frage Sie zum zweiten Mal:

1. Wann genau haben Sie die Seile erworben und wann sind diese gefertigt worden?
2. In welchem Gestein und wieviele Stunden haben Sie die Seile benützt?

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Thomas L
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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von Thomas L » 25. Feb 2010, 10:11

martin_h hat geschrieben:Also, Frau Leutheuser, ich frage Sie zum zweiten Mal:

1. Wann genau haben Sie die Seile erworben und wann sind diese gefertigt worden?
2. In welchem Gestein und wieviele Stunden haben Sie die Seile benützt?
He Martl, host a bissl zvui Matlock ogschaud, oder?

:stupid:

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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von der grieche » 25. Feb 2010, 10:24

@martin: nach 10 touren schaut ein seil doch einfach schon so aus - ausser vielleicht eines mit "ichwerdenichtnassgreifemichdafüraberscheissean"-impregnierung.

kann nicht einer der moderatoren so gut sein und den namen der armen frau auf ihren nick abändern?

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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von waldkopf » 25. Feb 2010, 10:38

martin_h hat geschrieben: Außerdem zeigt sich die Mantelverschiebung immer am Ende des Seils und dieses Ende wird zwangsläufig am allerwenigsten beim Klettern beansprucht.
Na ich weiß ja nicht was du mit deinem Seil machst, aber ich mach da meistens Knoten rein und außerdem mach ich auch mal häufiger kleine Stürze, da werden dann gerade die 5m am Ende am meisten beansprucht. Aber wenn du nie stürzt... :Hail: oder dich gar nicht erst einbindest :o

P.S. das abgebildete Seil sieht wie neu aus, finde ich. Vergleichbares habe ich mal bei uns in meiner ehemaligen Halle mit den Seilen von Lanex (jetzt Tendon) erlebt, da sah jedes Seil nach 2 Monaten so aus.

IUL
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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von IUL » 25. Feb 2010, 13:41

Also, für uns ist das Thema durch. Es hat aber noch einen hohen Unterhaltungswert, insbesondere wenn sich gewisse Leute um Kopf und Kragen reden.
Vergesst das Wesentliche bei Eurem nächsten Seilkauf nicht:
Edelweiss hat einen schlechten deutschen Vertrieb und ein Problem mit Mantelverschiebungen (wir reden hier nicht von ein paar Zentimetern sondern von einem Viertel Meter, was eigentlich überhaupt nie passieren dürfte und schon gar nicht nach 10-maligem alpinen Gebrauch).

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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von der grieche » 26. Feb 2010, 08:42

IUL hat geschrieben:Also, für uns ist das Thema durch.

Edelweiss hat einen schlechten deutschen Vertrieb
falls sich an der einstellung von getgear noch was ändert, und vielleicht doch eine kulante lösung zustande kommt solltest du das fairerweise auch posten.

liebe grüsse

IUL
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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von IUL » 26. Feb 2010, 11:53

der grieche hat geschrieben:
falls sich an der einstellung von getgear noch was ändert, und vielleicht doch eine kulante lösung zustande kommt solltest du das fairerweise auch posten.
Wenn getgear die Seile doch noch ersetzen sollte, werden wir dies hier bekannt geben.

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Re: Extreme Mantelverschiebung bei Edelweiss-Seilen

Beitrag von Tomcat » 26. Feb 2010, 12:23

DerPhotograph hat geschrieben:Ist ganz schön erstaunlich, was Ihr so alles auf diesen unscharfen, verwackelten, verrauschten und kaputt komprimierten Bildchen erkennen könnt. Die Farben und der Verschmutzungsgrad ist beim besten Willen hinter dem Schachbrettmuster der JPG-Kompression und den damit verbundenen Farbveränderungen nicht auszumachen, geschweige den ein Seilpelz. Könnte es sein, daß da mit dem einen oder anderen mal wieder die Phantasie durchgegangen ist?
Vollkommen deiner Meinung!

Ich finde es auch erstaunlich, dass die wenigsten auch nur in Erwägung ziehen, dass an der Aussage des Herrn Rimbeck evt. doch was dran sein könnte? Es war zwar "etwas ungeschickt" den Namen zu veröffentlichen, aber das muss ja nicht zwangsweise heissen, dass die Aussage an sich falsch ist.

Dafür werden lieber alte Antipathien gegen RA aufgewärmt - auch wenn die eine oder andere Frage des RA gar nicht soo unberechtigt ist. Keiner (ausser IUL) weiss, was mit dem Seil genau passiert ist. Soll keine Unterstellung sein, ist nur eine Feststellung.

Mein Vorschlag an die Streithähne wäre: Schickt das Seil an den DAV Sicherheitskreis, bergundsteigen.at, etc. (neutrale, unabhängige Stelle), wartet das Ergebnis ab und pupliziert es dann offen und fair.

Nix für unguad.

(wg. Rechtschreibfehler geändert)
Ciao, Tomcat

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