Laufen kontraproduktiv fürs Klettern?

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mangiari
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Beitrag von mangiari » 14. Mär 2008, 11:41

der grieche hat geschrieben:
wollfiech hat geschrieben:
derphilipder hat geschrieben: Genau. Laut Güllich ist das für jeden Normalsportlichen mit regelmäßigem Klettern innerhalb von zwei Jahren in seinem Hausklettergebiet zu erreichen.
:wink:

:lachtot: :lachtot: :lachtot: :lachtot:
Der war gut :wink:
meine frau hat länger gebraucht! galt wahrscheinlich nur für männer.
Oder sie hätte rechtzeitig das Hausklettergebiet wechseln müssen :D
Ich will wieder zurück!

langerheinz
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Beitrag von langerheinz » 14. Mär 2008, 16:49

Ja Marie ein Bergsteiger sollte auch jeden Tag laufen können - eine Kletterin wird davon wohl nicht besser - im Gegenteil. Gehört doch das Laufen auf lange Distanzen - trotz Intervall-, Tempo - und Hundedavonläufe - zu den eintönigen Trainingsarten. Klettern heißt jedoch Schnelligkeit, Beweglichkeit, Antizipation und vieles Spannendes mehr - das vergisst Du beim Laufen eh wieder alles. =D>

RatzFatz
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Beitrag von RatzFatz » 21. Mär 2008, 12:09

Jörg hat geschrieben:Insbesondere das Argument "größere Muskelmasse, größeres Körpergewicht durch das Laufen" kann ich eindeutig durch eigene Marathonerfahrungen und Vergleiche mit vielen anderen Läufern negieren.
Kann ich nur bestätigen:
als Läufer 56-58kg
als Triathlet 62-66kg (Oberschenkel vom Radfahren, erheblich mehr Rumpfmuskulatur vom Schwimmen)
seit 1/2 Jahren fauler Triathlet und Spaßkletterer und jetzt 72kg (Fett!! und zusätzliche Arm- und Schultermuskulatur)

Als Läufer damals habe ich trotz spindeldürrer Arme immer noch mehr Klimmzüge geschafft als jetzt nach 1/2 Jahr Klettern..

Ich würde mal soweit gehen, dass das Klettern fürs Laufen mehr schadet als das Laufen fürs Klettern. Durchs Laufen hälst Du viel lockerer ein niedriges Gewicht.
Deshalb werde ich heute auch wieder Laufen gehen...
Zum Klettern ist es draussen zu schlechtes Wetter und in der Halle ist wahrscheinlich die Hölle los.
Dein Zeitmanagment (eigentlich hasse ich das Wort) sollte natürlich stimmen und ein wenig Geschick wann Du was trainierst gehört absolut auch dazu. Ein Erholungstag pro (zwei) Woche(n) ist wegen der Verletzungsprophylaxe beim Laufen immer zu empfehlen.

sethsimo
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Beitrag von sethsimo » 28. Mär 2008, 17:40

Hallo !
Ich denke da ist schon was dran - kontraproduktiv und so.
Ich laufe seit etwa 10 Jahren und klettere seit einem Jahr.
In Lauf - Trainingsphasen sinkt vorallem mein Willen mich beim bouldern so richtig zu quälen. Ich glaube bei mir ist das grösstenteils ne Kopfsache, denn ich gehe auch morgens laufen und denk mir dann abens : Jung, lass ma gut sein. Die besten Ergebnisse beim bouldern erreiche ich wenn ich drei bis vier mal die Woche n bisserl zum Spass laufe.
You gonna get that look back, rock. Eye of the tiger man !

Frankenjogger
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Beitrag von Frankenjogger » 29. Mär 2008, 10:04

sethsimo hat geschrieben:Hallo !
Ich denke da ist schon was dran - kontraproduktiv und so.
Ich laufe seit etwa 10 Jahren und klettere seit einem Jahr.
In Lauf - Trainingsphasen sinkt vorallem mein Willen mich beim bouldern so richtig zu quälen. Ich glaube bei mir ist das grösstenteils ne Kopfsache, denn ich gehe auch morgens laufen und denk mir dann abens : Jung, lass ma gut sein. Die besten Ergebnisse beim bouldern erreiche ich wenn ich drei bis vier mal die Woche n bisserl zum Spass laufe.
Ich denke, dass dein letzter Satz alles sagt. Laufen in dieser Form ist sicher nicht kontraproduktiv fürs Klettern.
Wenn du aber beide Sportarten als Wettkampfsportart betreiben willst, beim Klettern meine ich mit Wettkampf intensiv und schwer(er) klettern, wird eine davon auf der Strecke bleiben. Hat aber denke ich nichts speziell mit Klettern - Laufen zu tun, das würde dir bei Boxen - Schwimmen oder Fußball - Turmspringen z.B. genauso gehen.
life is a mountain, not a beach :yellowsmilewinkgrin:

RatzFatz
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Beitrag von RatzFatz » 29. Mär 2008, 13:56

Frankenjogger hat geschrieben: Ich denke, dass dein letzter Satz alles sagt. Laufen in dieser Form ist sicher nicht kontraproduktiv fürs Klettern.
Wenn du aber beide Sportarten als Wettkampfsportart betreiben willst, beim Klettern meine ich mit Wettkampf intensiv und schwer(er) klettern, wird eine davon auf der Strecke bleiben. Hat aber denke ich nichts speziell mit Klettern - Laufen zu tun, das würde dir bei Boxen - Schwimmen oder Fußball - Turmspringen z.B. genauso gehen.
Denke auch, wer sich z.B. ernsthaft auf einen Marathon vorbereitet wird von der Trainingsbelastung schon so am Limit sein, dass er selbst im Alltag lieber nen Fahrstuhl oder die Rolltreppe benutzt. So jemand geht sicherlich abends nicht noch ambitioniert klettern. Erst recht nicht nach einem 35km Trainingslauf.
Und ein Mittelstreckler wird nach 10x400m intensiven Intervallen auch kaum noch Lust verspüren da noch etwas zu machen.
Man sollte bei allem auch nicht die psychische Komponente dabei vergessen. Man ist nach einem solchen Training auch vom Kopf her erschöpft. Eine runde Joggen gehen ist etwas ganz anderes als ein forderndes Training, bei dem auch immer grosser Willenseinsatz dazu gehört. den zehnten 400er dann nochmal schnell zu laufen kostet enorm Willenskraft. Nach einem stressigen Arbeitstag geht so etwas auch nicht so allzu gut von der Hand.

Jörg
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Beitrag von Jörg » 29. Mär 2008, 16:41

Ich unterschreibe obige Aussagen (@RatzFatz) mit einer Ausnahme:
RatzFatz hat geschrieben:[...]
Man ist nach einem solchen Training auch vom Kopf her erschöpft. Eine runde Joggen gehen ist etwas ganz anderes als ein forderndes Training, bei dem auch immer grosser Willenseinsatz dazu gehört. den zehnten 400er dann nochmal schnell zu laufen kostet enorm Willenskraft. Nach einem stressigen Arbeitstag geht so etwas auch nicht so allzu gut von der Hand.
Ich hatte das Glück, bei meinem Arbeiteber Duschen, Umkleidemöglichkeiten und einigermaßen flexible Arbeitszeiten vorzufinden, gepaart mit sehr weitläufigen Laufstrecken in der Natur sowie einer 400m-Bahn ganz in der Nähe. Mittags ausgestempelt, umgezogen, mal sehr schnelle, leistungsorientierte 25 km oder intensives Intervalltraining auf der Bahn - dies kam sehr häufig vor.

Mein Gefühl nach dem Training:
Körperlich erschöpft, geistig frisch, das Arbeiten ging wieder gut von der Hand ... mag aber ein ganz subjektives Erleben sein.

Insgesamt geht es in diesem Thread aber weniger um gleichzeitiges leistungsorientiertes Laufen und Klettern, sondern um die Frage inwieweit Laufen an sich die Kletterleistung beeinträchtigt. Hier ist aus meiner Sicht weiterhin der Zeitfaktor der begrenzende.

Gruss,
Jörg

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potzi
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Beitrag von potzi » 29. Mär 2008, 16:45

ich könnte Vordiplom-Prüfungen in theoretischer Physik bestens empfehlen. Das steigert die Kletterleistung schon ordentlich :-)

Was das mit Laufen zu tun hat :wink: keine Ahnung...
Ich habs geschafft! http://www.katlein.de

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Beitrag von RatzFatz » 4. Apr 2008, 22:45

Jörg hat geschrieben: Ich hatte das Glück, bei meinem Arbeiteber Duschen, Umkleidemöglichkeiten und einigermaßen flexible Arbeitszeiten vorzufinden, gepaart mit sehr weitläufigen Laufstrecken in der Natur sowie einer 400m-Bahn ganz in der Nähe. Mittags ausgestempelt, umgezogen, mal sehr schnelle, leistungsorientierte 25 km oder intensives Intervalltraining auf der Bahn - dies kam sehr häufig vor.

Mein Gefühl nach dem Training:
Körperlich erschöpft, geistig frisch, das Arbeiten ging wieder gut von der Hand ... mag aber ein ganz subjektives Erleben sein.

Insgesamt geht es in diesem Thread aber weniger um gleichzeitiges leistungsorientiertes Laufen und Klettern, sondern um die Frage inwieweit Laufen an sich die Kletterleistung beeinträchtigt. Hier ist aus meiner Sicht weiterhin der Zeitfaktor der begrenzende.

Gruss,
Jörg
Das sind schon geile Bedingungen.
Aber ehrlich gesagt, wäre mein Kopf zwar nach so einem Programm wieder frei. Geistig so richtig Leistungsfähig wäre ich da allerdings nicht mehr. Vor allem würde ich danach lieber aufs Sofa als auf nen Bürostuhl.
Da würde ich eher etwas zahmeres bevorzugen.
Aber wie Du schon meinst, ist das sicherlich Geschmackssache.

RatzFatz
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Re: Laufen kontraproduktiv fürs Klettern?

Beitrag von RatzFatz » 8. Feb 2009, 21:14

Ich greife das Thema mal wieder auf.
Im Buch von Alex Huber habe ich nun gelesen, dass er zu seinen Wettkampfzeiten das Laufen hat sein lassen, weil er zu schnell Muskulatur aufbaut. In diesem Spitzenbereich ist sicher jedes Kilo Beinmuskeln zu viel. Wer dann so ein Typ ist, der nur ein bisschen was macht und dem davon gleich Muskelberge wachsen, der bekommt vom Laufen dann vielleicht gleich zu dicke Oberschenkel. Es kommt aber auch aufs Training an. Reines Ausdauertraining baut eher weniger Muskeln auf als Sprint oder Intervalltraining.
Noch kontraproduktiver wäre allerdings ein Radtraining.

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Re:

Beitrag von chrescht » 9. Feb 2009, 12:37

mangiari hat geschrieben:Und wenn's dann doch nicht mit dem 8. Grad klappt, nimm das nicht so wild, Zahlen sind nicht alles. Außerdem gibt's nur 11 Grade und was willst den Rest Deines Lebens machen, wenn Du so früh schon Dein Limit erreichst :lol:
Selten so ein schönes Zitat dazu gelesen. =D>
Wie sieht das mit der Uhr-Heber-schaft aus? [-o< Darf man dich weiterzitieren?
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Re: Laufen kontraproduktiv fürs Klettern?

Beitrag von SlytheRock » 27. Jan 2012, 16:13

Kein Radtraining? ich fahr für mein Leben gerne Mountainbike! Naja aber bist jetzt konnte ich ja beides vereinen. Aber stimmt schon der dicke oberschenkel ist nicht wirklich hilfreich beim Klettern... ;-)
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Humpelfix
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Re: Laufen kontraproduktiv fürs Klettern?

Beitrag von Humpelfix » 30. Jan 2012, 01:13

Wobei das mit dem Radtraining auch nicht pauschal auf jede Person anzuwenden ist.
Ich gehe bouldern, zwischenzeitlich auch mal auf Wettkämpfen, allerdings aus Zeitgründen jetzt nur noch just for fun und bin immer nebenbei mit dem Rennrad gefahren. In der Woche ca. 200-300km. Und ich muss sagen [size=150]mir[/size] ist eher entgegengekommen. Allerdings sind daurch auch keine Muskelberge antrainiert worden, sondern die Muskeln haben sich unter Belastung daran gewöhnt nicht so schnell zu übersäuern.
Aber wie gesagt, es muss jeder für sich herausfinde, ein einfaches: Das ist kontraproduktiv! gibt es meines Erachtens nicht.

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