Trail Running

Ein Forum für kletternde Läufer und laufende Kletterer

Moderatoren: ModBot, Alma, webmaster, Jürgen-Kremer, wollfiech, Steff, Jobi

Bronks
Hoffnungsloser Pos(t)er
Beiträge: 1779
Registriert: 10. Okt 2002, 17:04

Beitrag von Bronks » 16. Jan 2007, 23:52

Was mich interessiert: Welche Schuhe trägt man für die Berglauferei?

Benutzeravatar
lampi
Hoffnungsloser Pos(t)er
Beiträge: 3019
Registriert: 8. Jul 2001, 02:00
Wohnort: Stuttgart

Beitrag von lampi » 17. Jan 2007, 10:00

Homo verticalis hat geschrieben:Gibts eigentlich irgendeinen Knieschonenden Weg um von den Bergen wieder runterzukommen, wenn man hochgelaufen ist? (Ausser Gehen, da ist man so langsam und wird so schnell kalt, dass man noch was mitnehmen muss)
Bei uns gibz ne Zahnradbahn, 5 mal hochlaufen sind auch 1100 Höhenmeter
Wo es statt nur Hügeln richtige Berge gibt, fährt vielleicht auch eine Seilbahn.
Gruß Lamл[tm]

Benutzeravatar
martin_h
Hoffnungsloser Pos(t)er
Beiträge: 2249
Registriert: 28. Apr 2006, 09:42
Wohnort: Zwischen Harz und Ith

Beitrag von martin_h » 17. Jan 2007, 10:26

Bronks hat geschrieben:Was mich interessiert: Welche Schuhe trägt man für die Berglauferei?
Bei mir sind es ja Wald- und Hügelläufe. Da ist es in dieser Jahreszeit oft matschig. Mir ist deshalb eine grob profilierte Sohle wichtig, damit ich nicht so leicht rutsche. Dämpfung ist auch wichtig, klar. Ich habe mir vor einiger Zeit im Ausverkauf von Lowa für etwa 70 € einen "Dragonfly" besorgt, geht gut. Von Salomon gibt es, um 150 €, spezielle "Trail-Running-Schuhe". Von LaSportiva soll es sogar welche geben, in die Du Spikes reinschrauben kannst. Im Sommer, bei trockenem Untergrund, gehen auch die schwach profilierten Schuhe, mit denen ich sonst auf festem Untergrund Dauerlauf mache.

climbing_man
Übernachtet im Forum
Beiträge: 223
Registriert: 13. Jan 2007, 17:26
Wohnort: München

Re: Trail Running

Beitrag von climbing_man » 17. Jan 2007, 14:34

Jörg hat geschrieben:Das das Laufen grundsätzlich eintönig ist - nein, da fehlt die genauere Erfahrung!
Du musst hellseherriche Fähigkeiten besitzen, dass du aus meinem Posting die Anzahl der von mir gelaufenen km erschließen kannst.

Benutzeravatar
Axelfaxel
Hoffnungsloser Pos(t)er
Beiträge: 1347
Registriert: 6. Sep 2005, 17:22
Wohnort: im Klettermekka

Beitrag von Axelfaxel » 17. Jan 2007, 14:51

Dann rück doch mal raus mit der Sprache...anstatt Jörg einfach nur dumm von der Seite anzusaugen.

Mal schauen in welchem Bereich Du Dich befindest...

climbing_man
Übernachtet im Forum
Beiträge: 223
Registriert: 13. Jan 2007, 17:26
Wohnort: München

Beitrag von climbing_man » 17. Jan 2007, 16:21

Axelfaxel hat geschrieben:...anstatt Jörg einfach nur dumm von der Seite anzusaugen.
Ich glaube Jörg war eindeutig der, der eigentlich erstmal hätte fragen sollen, wieviel ich laufe bzw. gelaufen bin.

Wenn er und du einen Marathon in 2h30min laufen halte ich ehrlich gesagt nicht mit, aber mein Ziel unter 3h zu laufen habe ich erreicht. Allerdings fand ichs eher ne Qual und wenn ich sehe wieviele einfach nur laufen um bestimmte Zeiten zu erreichen finde ich das bescheuert. Dass ich damals natürlich Minimum 50km, zeitweise auch 80km in der Woche gelaufen bin, kannst du dir sicher denken.

Ich (und für jemanden anderen habe ich nicht gesprochen) fühle mich jedenfalls 5m über dem letzten Klemmkeil wesentlich wohler als bei km 35 eines Marathons.

Benutzeravatar
Axelfaxel
Hoffnungsloser Pos(t)er
Beiträge: 1347
Registriert: 6. Sep 2005, 17:22
Wohnort: im Klettermekka

Beitrag von Axelfaxel » 17. Jan 2007, 16:39

Also jetzt verstehe ich Dich gar nicht mehr... :lol:

Ich bin kein guter Läufer (2:30h :lol:...schön wärs ).

Ich kannte bisher keinen, der regelmäßig gelaufen ist, der das Laufen eigentlich langweilig und quälend findet.
Warum sollte man auch einen Sport ausüben, der einen langweilt und nur quälend empfindet !? Irgendwas muss Dir das Laufen doch gebracht haben ?!

Auf der anderen Seite: Du kannst Training für einen Marathon m.E. nach nicht mit Geländeläufen o.ä. vergleichen.

Das Training auf der Straße (oder zumindest auf ebener Fläche) ist natürlich ziemlich unspannend....

climbing_man
Übernachtet im Forum
Beiträge: 223
Registriert: 13. Jan 2007, 17:26
Wohnort: München

Beitrag von climbing_man » 17. Jan 2007, 17:47

Axelfaxel hat geschrieben:Warum sollte man auch einen Sport ausüben, der einen langweilt und nur quälend empfindet !?
Weil einem andere Leute erzählen, dass sei so super. Dann probiert mans halt ne Weile aus, entwickelt einen bestimmten Ehrgeiz und wenn man sein Ziel (zum Glück) erreicht hat, hat man auch schon einen Grund sich wieder auf andere Betätigungen zu stürzen :D

Jörg
Climbing.de Supporter 2003 | 2004
Climbing.de Supporter 2003 | 2004
Beiträge: 973
Registriert: 24. Mai 2002, 13:13

Re: Trail Running

Beitrag von Jörg » 17. Jan 2007, 20:39

Jörg hat geschrieben:...
Das das Laufen grundsätzlich eintönig ist - nein
...
Ich möchte auf diesen (meinen) Satz noch etwas mehr eingehen, obwohl es hier absolut OFFTOPIC ist.

Wenn ich 2-3 Stunden (oder mehr) laufend unterwegs bin (was bei mir mindestens einmal pro Woche während meiner Marathonzeit normal war), kann ich dies natürlich als eine rein monotone Beschäftigung betrachten, mich emotional entsprechend einstellen (monoton) ... das Laufen wird mir schwer fallen.

Bei mir haben sich durch das relativ langsame aber rhythmische Laufen einerseits unterdrückte oder verdrängte Gedanken an die Oberfläche begeben, die (quasi laufend) be- und verarbeitet wurden, andererseits wurde meine Aufmerksamkeit für meine Umgebung erhöht (der Geruch des Waldes, die Farben der Blätter, die Geräusche, etc. ... mag ins Lächerliche ziehen, wer will, es war eine ungemein entspannende und zugleich körperlich trainierende Angelegenheit) - ich hatte schlicht nichts anderes zu tun, als halt Laufen und Wahrnehmen.

Dies ist, was ich mit "wirklich" Laufen meine. Die meisten Läufer, mit denen ich in Kontakt gekommen bin, teil(t)en diese Erfahrung (ich kenne keine gegenteilige Aussage). Jeder, der diese Erfahrung nicht teilen kann/konnte (vielleicht auch trotz Bemühungen) - na ja, es ist schade, tut mir für die entsprechende Person leid (ohne hier anzüglich und angreifend sein zu wollen!)

Gruß, Jörg

Benutzeravatar
martin_h
Hoffnungsloser Pos(t)er
Beiträge: 2249
Registriert: 28. Apr 2006, 09:42
Wohnort: Zwischen Harz und Ith

Re: Trail Running

Beitrag von martin_h » 17. Jan 2007, 21:03

Jörg hat geschrieben:...der Geruch des Waldes, die Farben der Blätter, die Geräusche
Ich sehe so viele Viecher im Wald, wenn ich schnell (laufend) dort bin, viel mehr als wenn ich durch den Wald wandere. Irgendwie können die so einen schnellen Zweibeiner nicht so richtig einordnen... Besonders eindrucksvoll finde ich es, wenn kurz vor mir ein Reh über den Pfad läuft oder ganz lautlos eine Eule angesegelt kommt.

Jörg
Climbing.de Supporter 2003 | 2004
Climbing.de Supporter 2003 | 2004
Beiträge: 973
Registriert: 24. Mai 2002, 13:13

Beitrag von Jörg » 17. Jan 2007, 21:12

climbing_man hat geschrieben:
Axelfaxel hat geschrieben:Warum sollte man auch einen Sport ausüben, der einen langweilt und nur quälend empfindet !?
Weil einem andere Leute erzählen, dass sei so super. Dann probiert mans halt ne Weile aus, entwickelt einen bestimmten Ehrgeiz und wenn man sein Ziel (zum Glück) erreicht hat, hat man auch schon einen Grund sich wieder auf andere Betätigungen zu stürzen :D
Sorry, ich wiederhole mich:

Dann bist Du noch nie "wirklich" gelaufen.

Gruß, Jörg

Benutzeravatar
Schwarzbart
Climbing.de Supporter 2001|2002|2003
Climbing.de Supporter 2001|2002|2003
Beiträge: 7796
Registriert: 28. Jun 2001, 02:00
Wohnort: in die Berg..wo denn sonst?

Re: Trail Running

Beitrag von Schwarzbart » 17. Jan 2007, 21:24

Jörg hat geschrieben:
Jörg hat geschrieben:...
Das das Laufen grundsätzlich eintönig ist - nein
...
Ich möchte auf diesen (meinen) Satz noch etwas mehr eingehen, obwohl es hier absolut OFFTOPIC ist.

Wenn ich 2-3 Stunden (oder mehr) laufend unterwegs bin (was bei mir mindestens einmal pro Woche während meiner Marathonzeit normal war), kann ich dies natürlich als eine rein monotone Beschäftigung betrachten, mich emotional entsprechend einstellen (monoton) ... das Laufen wird mir schwer fallen.

Bei mir haben sich durch das relativ langsame aber rhythmische Laufen einerseits unterdrückte oder verdrängte Gedanken an die Oberfläche begeben, die (quasi laufend) be- und verarbeitet wurden, andererseits wurde meine Aufmerksamkeit für meine Umgebung erhöht (der Geruch des Waldes, die Farben der Blätter, die Geräusche, etc. ... mag ins Lächerliche ziehen, wer will, es war eine ungemein entspannende und zugleich körperlich trainierende Angelegenheit) - ich hatte schlicht nichts anderes zu tun, als halt Laufen und Wahrnehmen.

Dies ist, was ich mit "wirklich" Laufen meine. Die meisten Läufer, mit denen ich in Kontakt gekommen bin, teil(t)en diese Erfahrung (ich kenne keine gegenteilige Aussage). Jeder, der diese Erfahrung nicht teilen kann/konnte (vielleicht auch trotz Bemühungen) - na ja, es ist schade, tut mir für die entsprechende Person leid (ohne hier anzüglich und angreifend sein zu wollen!)

Gruß, Jörg
=D> Klasse beschrieben..genau so ist es!
..hei mi leckst am Arsch..
(Oberreintalgruß)

viel scheißer find ich's .....wenn...

climbing_man
Übernachtet im Forum
Beiträge: 223
Registriert: 13. Jan 2007, 17:26
Wohnort: München

Re: Trail Running

Beitrag von climbing_man » 17. Jan 2007, 22:23

Jörg hat geschrieben:ich kenne keine gegenteilige Aussage
Dann hast du meine Aussagen nicht gelesen 8)

hanswurst
Übernachtet im Forum
Beiträge: 334
Registriert: 17. Mai 2006, 14:36

Beitrag von hanswurst » 18. Jan 2007, 14:19

Bronks hat geschrieben:Was mich interessiert: Welche Schuhe trägt man für die Berglauferei?
ich weiss nicht was allgemein getragen wird oder ob es irgendwelche richtlinien gibt.

selbstverständlich ist eine stark profilierte sohle die wichtigste grundvoraussetzung. das engt die auswahl schon mal erheblich ein. des weiteren habe ich darauf geachtet, das der schuh (die sohle) eine relatif hohe torsionssteifigkeit und im fersenbereich und unterm spann eine für einen laufschuh relativ hohe längssteifigkeit ausbildet. viele modelle hast du dann nicht mehr zur verfügung. zu guter letzt und für mich sehr wichtig ist, dass der schuh im vorderen fussballen- und zehenbereich trotz der ansonsten hohen steifigkeit sehr weich wird und sehr leicht anspricht, so dass der antritt impulsiv und spontan ist.

hab ichs geschafft mich verständlich auszudrücken? nun, das sind die kriterien, nach denen ich meinen schuh aussuchte. ob das sinn macht - keine ahnung. da aber laufen mittlerweile highly sophisticated ist, gibt es mit sicherheit einen extrem spezialisierten laden in deiner nähe, der dir sicherlich besser rat geben kann. in diesen läden ist ja videoanalyse deines laufstils zur wahl des richtigen schuhs schon standard. die können dich bestimmt besser beraten.

ansonsten würd ich mir nicht so einen kopf machen. das tolle am laufen ist ja, dass man ausser ein paar schuhen nichts braucht.
Zuletzt geändert von hanswurst am 18. Jan 2007, 14:40, insgesamt 4-mal geändert.

hanswurst
Übernachtet im Forum
Beiträge: 334
Registriert: 17. Mai 2006, 14:36

Beitrag von hanswurst » 18. Jan 2007, 14:35

Homo verticalis hat geschrieben: Gibts eigentlich irgendeinen Knieschonenden Weg um von den Bergen wieder runterzukommen, wenn man hochgelaufen ist? (Ausser Gehen, da ist man so langsam und wird so schnell kalt, dass man noch was mitnehmen muss)
1. ich such mir wenn möglich flachere wege zum runterlaufen aus.
2. ich versuche möglichst kleine schritte zu machen, wenn es steil wird und dabei das knie nicht voll durchzustrecken, wozu man beimrunterlaufen natürlich tendiert. das ist allerdings für die oberschenkel sehr anstrengend. daher ist es..
3. am allerwichtigsten frisch und munter zu sein, wenn man oben ist. der anstrengende teil kommt nämlich noch.

ich brauch zum runterlaufen in der regel so lange wie zum hochlaufen. wenn ich müde bin deutlich länger. hauptsächlich deshalb, weil ich weiss, dass ich mir sonst die gelenke ruiniere. ich suche mir aber zum runterlaufen meist einen weg aus, der flacher ist, oder zumindest nicht gestuft, dann kann ich nämlich meine schrittlänge selber bestimmen. ausserdem finde ich es meist zu gefährlich wenn es beim runterlaufen zu steil ist.

Antworten