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Mount Paget - Insel South Georgia

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Mount Paget - Insel South Georgia

Beitragvon Wolfgang1704 » 15. Sep 2007, 18:04

Zur Zeit sammle ich Interessenten für eine Expedition zum Mount Paget auf der Südatlantik-Insel South Georgia. Sie gehört zu Großbritannien, und der Mount Paget ist mit knapp 3000 m ihr höchster und zugleich der höchste britische Berg.

Von seiner Höhe her sich nichts, was einen vom Stuhl reißt, ABER: wegen seiner exponierten Lage vor der Antarktis "benimmt" sich der Berg wie ein Himalaya-Gipfel. Er ist bisher nur eine Handvoll Mal bestiegen worden. Zum Einlesen kann ich www.schmatz-online.com empfehlen.

Folgende Barrieren sind zu überwinden:

1) Wie hinkommen?

Man fliegt mit der LAN Chile über Buenos Aires auf die Falklandinseln. Dies geht nur 1 x pro Woche. Dort besteigt man eine gecharterte Segeljacht, und zwar eine von maximal 2, die für einen solchen Törn geeignet sind und über erfahrene Skipper sowie genügend großes Tankvolumen verfügen, für den Fall, daß die Rückfahrt gegen den Wind mit Treibstoff bewerkstelligt werden muß.

Die Jachten sind auf lange Zeit im voraus ausgebucht, daher ist Eile angezeigt, wenn die Tour, wie gedacht, im Oktober/November 2008 stattfinden soll.

2) Wann?

Wie gesagt: Oktober/November 2008. Das hat mit der Routenführung zu tun. Gegenwärtig favorisiere ich eine Route, die mit Skiern und Schlitten begangen werden kann - diese werden geliefert von Paul Walker/www.Tangent-Expeditions.co.uk.

Die Route ist NICHT die, die Gerhard Schmatz et al. 2x versucht haben; das Team um Gerhard Schmatz ging von Norden her den Berg direkt an.

Die Route mit den Skiern hat den Vorteil, dass sie nicht lawinengefährdet ist; Nachteil ist, dass sie längere Zeit in Anspruch nimmt. Vorteil wiederum ist, dass man bei einer Belagerung des Bergs am entscheidenden Gipfeltag von einem ziemlich hohen Zwischenlager aus starten kann. Vorteil ist auch, daß man sich mit Lagern besser einrichten und den Nachschub leichter organisieren kann als auf der Direktroute.

Die geplante Route läuft zunächst westlich des Mount Paget einen sanft geneigten Gletscher hoch und biegt dann auf dem Kamm nach Osten bzw. Südosten, um den Gipfel zuletzt von Süden her anzugehen. Angeblich sei das auch technisch einfacher als direkt von vorne.

3) Wie lange?

Eine Frage, die ich nicht einfach beantworten kann. South Georgia ist bekannt für beständig schlechtes Wetter, Sturm und einige "helle" Tage zwischendurch. Bei Glück sind wir in 1 Woche dort, brauchen 1 Woche für den Berg und wieder 1 Woche zurück. Realistisch ist, dass wir länger brauchen. Frage ist, wie lange wir bei schlechtem Wetter aushalten. Frage ist auch, ob der Skipper exakt dann, wenn WIR wollen, auf Rückfahrt gehen kann oder ob er auch da noch besseres Wetter abwarten muss. Und schließlich kanne es passieren, daß wir sonntags auf den Falkland-Inseln zurück sind, der nächste Flug nach Buenos Aires aber erst am Samstag darauf geht.

Ich kalkuliere daher mit 7 Wochen Gesamtdauer.

4) Was kostet es?

VIEL Wieviel exakt hängt von den oben genannten Eventualitäten ab. Im ungünstigsten Fall (7 Wochen) ist mit 10 000 Euro pro Person zu rechnen, ggf. auch etwas mehr.

5) Wie viele MÜSSEN mindestens mitgehen?

Genau so viele, dass die Jacht voll ausgelastet ist, denn nur so lassen sich die Kosten im Rahmen halten. Das bedeutet 7 Leute plus ein akkreditierter Bergführer. Als Bergführer ist Robin Beadle aus England engagiert Das wiederum hat den Vorteil, dass er a) eng mit Paul Walker zusammenarbeitet und b) leichtete Akzeptanz bei der Genehmigung der Expedition findet. Wir müssen die Expedition vom Falkland-Gouverneur genehmigen lassen, unsere eigenen Fähigkeiten darlegen und die Dokumentation durch einen mit ihm verbundenen Consultant in Schottland begutachten lassen, eine Prozedur, die erfolgversprechender ist, wenn alles in "englischer Hand" scheint.

Bis jetzt habe ich, mich inklusive, 5 - 6 Interessenten. Dazu der Führer, macht 6 - 7 Personen. Es ist also mindestens noch 1 Platz frei. Eine bergerfahrene Ärztin ist mit von der Partie, was sichj äußerst positiv auf die Chancen einer Genehmigung auswirken wird; außerdem wird eine Krankenschwester mitfahren.

6) Vorbereitungstreffen

Halte ich gerne ab, sobald es mir nötig erscheint. Eines fand mit einer kleinen Untergruppe schon statt.

Ich würde mich freuen, wenn Du die seltene Chance ergreifen und mitkommen würdest/könntest. Bitte gib baldmöglichst Bescheid, auch telefonisch jederzeit, auch am Wochenende, unter 0049 6195 976210.

Wolfgang Schaub

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Beitragvon Bas » 15. Sep 2007, 22:08

klingt sehr interessant. aber der preis, das kann sich ein student nicht leisten. schade.
Ruggedigu, Blut is`im Schuh...
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Beitragvon Wolfgang1704 » 15. Sep 2007, 22:43

[quote="Bas"]klingt sehr interessant. aber der preis, das kann sich ein student nicht leisten. schade.[/quote]

Ganz richtig. Ich bin 63, bin Pensionär, habe also Zeit und in der Zwischenzeit auch Geld. Ganz einfach: Mußt halt ein bissel warten ..., dann kommst Du auch dran.

Trost?

Wolfgang
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Beitragvon Bas » 15. Sep 2007, 23:21

ja ja passt schon, ich an deiner stelle würds auch machen und gönne es jedem, der die möglichkeit dazu hat.
viel spass da unten.
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Beitragvon Wolfgang1704 » 16. Sep 2007, 10:25

[quote="Bas"]ja ja passt schon, ich an deiner stelle würds auch machen und gönne es jedem, der die möglichkeit dazu hat.
viel spass da unten.[/quote]

Deine Zeit kommt, wenn ich schon abgenippelt bin. Altmodischer Rat: Erst studieren, finanzielle Basis schaffen, dann... Die Berge laufen nicht weg.

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Beitragvon Knuder » 16. Sep 2007, 18:43

Wolfgang1704 hat geschrieben:
Bas hat geschrieben:Altmodischer Rat: Erst studieren, finanzielle Basis schaffen, dann... Die Berge laufen nicht weg.

Wolfgang


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Beitragvon lampi » 16. Sep 2007, 21:46

Hallo Wolfgang,

kann ich nur eingeschränkt zustimmen.
Wolfgang1704 hat geschrieben:Deine Zeit kommt, wenn ich schon abgenippelt bin. Altmodischer Rat: Erst studieren, finanzielle Basis schaffen, dann... Die Berge laufen nicht weg.

Ist zwar uneingeschränkt richtig, aber die eine solche Aktion erlaubende körperliche Verfassung u.U. schon.

Ich bin über 20 Jahre jünger als Du. Seit ein paar Jahren merke ich schon, dass nicht mehr alles geht, was vor 5 Jahren noch möglich war.

In diesem Sinne herzlichen Glückwunsch, dass Du Dich so gut gehalten hast. Und dem Bas, dass ihm sein zukünftiger Job zeitlich erlaubt, neben den privaten Pflichten sich auch noch fit zu halten.

Gruß Lamл[tm]
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Beitragvon Wolfgang1704 » 17. Sep 2007, 08:45

"Und dem Bas, dass ihm sein zukünftiger Job zeitlich erlaubt, neben den privaten Pflichten sich auch noch fit zu halten."

Fährt er mit dem Auto zur Arbeit? Warum nicht mit dem Fahrrad?
Nimmt er den Aufzug? Warum nicht die Treppe?
Geht er, wenn er einkäuft? Warum läuft er nicht?
Usw. Es ist so einfach, wenn man nur einen "Plan" hat.

Wolfgang
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