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Le Chant du Cygne

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Beitragvon Homo verticalis » 16. Apr 2006, 23:02

Also erstens ist es etwas Trittsicherheit vorausgesetzt überhaupt kein Problem, wenn man in solchem Gelände mit Turnschuhen unterwegs ist.
Und zweitens, wenn Du den Abstieg meinst, was hat das dann mit der "Young Spider" zu tun?
Drittens sind Turnschuhe halt einfach leichter als Bergstiefel, manche Leute laufen lieber in Turnschuhen. Die Parallele zu den Tauchern sehe ich da jetzt nur sehr eingeschränkt.
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Beitragvon Lothar » 16. Apr 2006, 23:10

CHclimber hat geschrieben:ich meinte den absteig über die westflanke

Genau den meinten Homo verticalis und ich auch.
Der geht (wenn die Schneefelder im unteren Teil weg sind !!!) gut in Turnschuhe da er über nicht allzu schweren reinen Fels verläuft.
Aber wenn man eine Frage zu Chant du Cygne unter Expedition einstellt, hat man vielleicht eine etwas andere Vorstellung von der Tour.
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Beitragvon CHclimber » 17. Apr 2006, 11:04

DCD
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BeitragVerfasst am: So Jul 11, 2004 21:08 Titel: Bergell Antworten mit Zitat
Hi
Wollt eigentlich nur mal fragen, ob jemand hier das Wandergebiet Bergell kennt und mir sagen könnte, wie es dort ist.


das hier is wohl noch extremer was???

noch zum andern: wenn dann doch trotz gutem tritschnee mal einer ins grass beisst, sei es nun ein "hart-ei" ode ein "weich-ei", einer mit berog oder turnschuh, (obwohl die mit den turnschuhen die mehrheit bilden) heisst es dann in der zeitung: "Der SAC muss umbedingt alte Hacken sanieren... usw" Fazit, in der Westflanke gibt es nicht mal hacken, aber der regionalzeitung is das egal... leiden tun darunter nur die einheimischen, wir zahlen mehr beitrage dem SAC, die Bahnen schlagen Aufpreise für Einfachfahreten in den Eigergletscher...
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Beitragvon Homo verticalis » 17. Apr 2006, 11:30

CHclimber hat geschrieben: ...trotz gutem tritschnee mal einer ins grass beisst,...
Liest Du überhaupt, wodrauf Du hier antwortest?
Lothar hat geschrieben:Der geht (wenn die Schneefelder im unteren Teil weg sind !!!) gut in Turnschuhe da er über nicht allzu schweren reinen Fels verläuft.

Zum generellen Argument mit der Regionalzeitung etc.: Für Dein Alter bist Du aber schon ganz schön angepasst, oder? 8)

Übrigens würd ich mir an Deiner Stelle überlegen, die Signatur zu ändern. Die scheint nicht so hundertprozentig zu passen. :wink:
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Beitragvon CHclimber » 17. Apr 2006, 11:41

mir passt meine signatur ganzu gut.
Für Dein Alter bist Du aber schon ganz schön angepasst, oder?

danke fürs kompliment...

achja aber ich galub den punkt gefunden zu haben wo unser missverständniss begonnen hat: weicheir gehen mit turnschuhen weis die die bergstiefel nicht im stande sind im rucksack zu tragen. harte haben genug kraft und und tragen sie...
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Beitragvon Homo verticalis » 17. Apr 2006, 12:08

Dann musst Du mir glaub ich noch mal erklären, was ein Alpinist ist. Ich glaub ich hab da eine falsche Vorstellung von.

Was heißt nochmal "Alpinstil"? Hat das was mit Alpinisten zu tun?
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Beitragvon CHclimber » 17. Apr 2006, 17:56

Homo verticalis hat geschrieben:Was heißt nochmal "Alpinstil"? Hat das was mit Alpinisten zu tun?


in der schweiz gehen zur zeit gerüchte, dass Alpinstil was mit Alpinisten zu tun hat... mal gucken. wenn jemand eine studie oder so veröffentlicht werde ich sie anposten... versprochen.

danke für die infos die ich bekommen habe!!

gruss
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Beitragvon Homo verticalis » 18. Apr 2006, 11:18

CHclimber hat geschrieben:danke für die infos die ich bekommen habe!!

Passt schon. Viel Spaß bei der Tour!
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Beitragvon CHclimber » 18. Apr 2006, 12:51

Homo verticalis hat geschrieben:
CHclimber hat geschrieben:danke für die infos die ich bekommen habe!!

Passt schon. Viel Spaß bei der Tour!


danke werde ich haben 8)
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ich habe die Route gemacht (Emil aus dem Bericht)

Beitragvon EmilClimb » 22. Jun 2006, 12:45

Hi CHClimber. ich bin Emil, der die Route 1998 gemacht hat und später den Bericht geschrieben hat. Ich kann dir alle Informationen geben, alles was dich über die Route interresiert. Möede dich einfach. 01637018858. Beachte, daß ich von 14.07 eine Expedition in Rußland führe und bin nicht erreichbar.
Vorab für die anderen: es geht nicht ob jemand gut oder schlecht etc beim bersteigen ist. Wir hatten nur daß als Ausrüßtung, Geld etc gehabt, aber wir hatten Treume und Bereitschaft etwas zu machen, egal wie...wir haben es gemacht. es hätte anders ausgehen können. Hätten wir aber nie erfahren, fals wir uns nicht gewagt hätten, den Schritt zu machen.
Beste Grüße
Emil
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Beitragvon Cellinski » 2. Aug 2006, 11:04

Habe die Tour Ende Juni 2003 gemacht. Zu- und Abstieg mit Turnschuhen, war absolut problemlos. Die Staende in der Route sind durchwegs gut ausgestattet (2 Bohrhaken). Abseilen ist aber wegen der Routenfuehrung v.a. aus dem oberen Teil nur umstaendlich moeglich. Das untere Biwak ist prima, das obere, na ja, geht so fuer den Notfall. Man kann die Route aber gut in einem Tag klettern.

Die Route ist recht gut abgesichert und bietet ueber weite Strecken wirklich schoene Kletterei. Oben auch einige Laengen in weniger gutem Fels mit zT losen Bloecken. So ultraschwierig ist die Tour nicht, ich habe bis auf eine Laenge alles klettern koennen. Jene, das war die 7a-Laenge ist recht ausdauernd, und wartet zum Schluss noch mit einem (allerdings absolut ungefaehrlichen) Runout auf.

Grz,

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Beitragvon Cellinski » 2. Aug 2006, 11:10

Hier noch einige Berichte. Zuerst derjenige, den ich selber unmittelbar nach der Tour geschrieben hatte:

Die Chant du Cygne ist eine reine Felsroute im rechten Teil der Eiger-Nordwand, 24 Seillängen, bis 7a, ca. 1000m Kletterstrecke und 800m Höhendifferenz. Wir biwakierten unter der Eigerwand (mehrere sehr schöne Plätze), von wo man den Einstieg, querend über Geröll, Schnee und Bänder in 15 Minuten erreicht. Wir stiegen um 5 Uhr morgens ein und erreichten den Ausstieg nach 11 Stunden Kletterzeit um 4 Uhr nachmittags. Die Route war in besten Verhältnissen: nirgends mehr Schnee, bis auf einige Meter in der 3. Seillänge durchgehend trocken, kein Steinschlag. Morgens um 6 Uhr klettert man ca. eine halbe Stunde in der Sonne, tagsüber dann Schatten, ab ca. 17 Uhr ist die Route wieder in der Sonne. Temperaturen in der Wand zwischen 4 und 6 Grad. Nach der Kletterei Abstieg über die Westflanke: Unschwierig in 45 Minuten zur Station Eigergletscher.

Auf den ersten 17 Seillängen beinahe Plaisir-Kletterei in kompaktem, senkrechtem Fels mit vielen Löchern, erinnert ans Wellhorn oder an Routen an den Wenden wie Patent Ochsner und Sternschnuppe (kein Witz!). Einige Schuttbänder müssen traversiert werden, geht aber problemlos. Dann wird die Route steil und athletisch, es folgt meist Leistenkletterei: In der 18. Seillänge aber zuerst eine brüchige Verschneidung (6c+, noch ok), 19. Seillänge wieder schön, in der 20. Seillänge (6b+) wieder Bruch und lose Blöcke direkt über dem Stand (heikel). In der 20. Länge (7a) zuerst steile Risskletterei, wo zwingend an einem wackligen 300kg-Klemmblock gezogen werden muss (scary, scheint aber zu halten...), danach bis zum Ausstieg ausschliesslich steile Ausdauerkletterei in sehr schönem Troplochfels. Die Absicherung würde ich mit Abständen jeweils zwischen 5 und 10 Metern als genügend bezeichnen, an den wirklich schwierigen Stellen stecken immer Bolts, im einfacheren Gelände (6a) zum Teil längere Runouts.

Noch zur Info: Die klassische Route durch die Eiger-Nordwand wurde am 21.6. von einer 2er-Seilschaft in einem Tag (?) begangen. Wir beobachteten trotz Temperaturen deutlich über dem Nullpunkt keinen Steinschlag, die Wand scheint schon sehr ausgeapert, stellenweise aber einiges an Schmelzwasser.
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Beitragvon Cellinski » 2. Aug 2006, 11:13

Ein weiterer Bericht. Die Numerierung der Seillaengen stimmt nicht ganz ueberein. Das liegt daran, dass es einige Zwischenseillaengen gibt, wo man sich nur horizontal in Gehgelaende verschiebt. Diese werden nicht von allen gleich mitgezaehlt.

Impressive route, no sports climbing. The lower 14 pitches are fairly easy, but then the climbing really starts. L16 (6c+)is ok in good rock and very well protected, the rock needs much attention in L17 (6c), and we found L18 (6b+) scary because of large loose slabs directly above the belay, which you can only use to stand on (do not pull on these, but use small holds). We were too tired to freeclimb L19 (7a), which is well protected and in good rock, with longer runouts at the end. At the belay we removed a plate of rock: it lasted many seconds before it exploded a few 100 m down at the easier angled part of the face. L20 (6c) also contains some loose blocks to be circumvented cautiously. We skipped the last length (looks loose), as most seem to do. We used 12 hours for the climb (7 for the steep part). Runouts of 10 m are not uncommon in the easier lenghts, and runouts of 6 m occur in the more difficult parts. The descent (dry) was easy and can be done on running shoes/sandals (1 hour, 15 min). After about 100 m of vertical descent, there is a cairn about 200 m from the edge of the northface. Here a fixed rope of about 50 m length allows a rapid descent through a rock band. Then traces, cairns and short pieces of fixed rope indicate the way. The classic north face was very calm, no stonefall heard or seen, and seemed to be in good condition.
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