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Südgrat Burgberger Hörnle

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Südgrat Burgberger Hörnle

Beitragvon potzi » 6. Okt 2002, 16:46

Hallo Leute

vorgstern stand ich unter diesem Berg und wollte irgendwie nit so recht da hochlatschen. Die Angaben im Führer versprachen auch nix tolles 2-3 und 2 Bh an der Schlüsselstelle. sonst nichts. Weiß jemand etwas mehr? lohnt sich das? Gibts mitlerweile mehr Haken oder brauchts die nit?
Wir die Tour überhaupt noch begangen?

CU Potzi
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Beitragvon Gast » 7. Okt 2002, 12:34

sicherlich eine der grosszügigsten felsfahrten der allgäuer alpen.
schon der weg zum einstieg ist eine herrausforderung für jeden ernsthaften alpinisten. doch ist die richtige felsrippe im dichten bergwald erst einmal gefunden, so erwartet den jungen recken ein garantiert einsames bergerlebnis in unvergleichlicher landschaft. besonders die enorme ausgesetztheit der in frisches grün eingebetteten gratschneide trennt alsbald die spreu vom bergsteigerischen weizen - an rückzüge ist in gelände dieser art weiss gott nicht zu denken. spätestens wenn sich weiter oben - dort wo schon die besten der guten gescheitert sind - die schlüsselstelle fast lotrecht gen himmel zieht, dürfte auch dem abgebrühtesten felsgeher die deutlich werden, was die stunde geschlagen hat...

hannes und ein hoch auf den rassigen alpinismus!
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Beitragvon potzi » 7. Okt 2002, 13:43

Danke mein lieber Herr Dr. prof. Hannes.
eigentlich wollte ich mir mehr so fakten hören.
Also nach deinen Vorschlägen:
wie findet man die richtige Felsrippe?
lohnt sich die tour (für mich)
gibt es mittlerweile Mehr Haken oder reichen die Bäume und Keilstellen vollständig aus?
@ Hannes : hättest wohl nicht von mir gedacht, dass ich auch sowas mache oder? mail doch bitte mal!
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Beitragvon hannes » 7. Okt 2002, 14:33

ok, zugegeben - is glaub ich 18jahre her, dass ich das ding gemacht hab...
um den einstieg zu finden musste man einfach irgendwie den senkrechten wald hochstiefeln und solange rumqueeren, bis irgendwo fels is - ich glaub viel genauer lässt sich das nich beschreiben. im übrigen is der einstieg einfach da wo du ihn gerade wählst - schlieslich isses ja nich viel mehr als n 20m breiter felsstreifen im wald...
auch die schlüsselstelle war problemlos mit dem gipsarm zu klettern, den ich damals hatte (!) - dass da noch irgendjemand nachträgliche haken verschwendet hat kann ich mir kaum vorstellen.
aber im ernst: spass hats schon gemacht, das kuriose ding!!!

Hannes und abenteuerlust
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Beitragvon Tuan » 7. Okt 2002, 20:13

Hmmmm..., also Potzi, wenn eh nix genaues über die Absicherung weißt, dann laß das Seil einfach zu Haus (brauchst doch bei der besseren Treppe eh nich) und nimm dafür a paar Halbe mit... :-)
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Beitragvon Ulisch68 » 8. Okt 2002, 22:25

Tuan hat geschrieben:Hmmmm.....
......und nimm dafür a paar Halbe mit... :-)

Sauberer Vorschlag, Tuan! :D Hut ab und Respekt! :D :D

Viel Spaß Potzi bei dieser Bergfahrt! :wink:

Uli
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Beitragvon snoopy » 9. Okt 2002, 11:34

Hab nur Infos aus zweiter Hand, aber danach hörts sich ja garnicht soo schlecht an (wenn man erstmal den Einstieg gefunden hat). An den Ständen entweder Bohrhaken oder Bäume und dazu noch ca. 4 gebohrte Zwischenhaken. Meist 2-3 mit einer kurzen Schlüsselstelle 4+ (Wulst?). Haste Lust auf eine Expedition im Winter da hin? :-)
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Beitragvon potzi » 9. Okt 2002, 19:28

hab immer lust auf expeditionen
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Beitragvon Schwarzbart » 11. Okt 2002, 02:21

Tuan hat geschrieben:Hmmmm..., also Potzi, wenn eh nix genaues über die Absicherung weißt, dann laß das Seil einfach zu Haus (brauchst doch bei der besseren Treppe eh nich) und nimm dafür a paar Halbe mit... :-)


hähähä
klasse idee tuan!!
du trägst den kasten und ich steige vor...ok?

;-)
..hei mi leckst am Arsch..
(Oberreintalgruß)

viel scheißer find ich's .....wenn...
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Beitragvon snoopy » 11. Okt 2002, 11:27

potzi hat geschrieben:hab immer lust auf expeditionen


Hey, gutt. Wenn ich ein Permit habe, sag ich Bescheid. Ansonsten war ich vorgestern etwas verschickt, sonst hätte ich Dir auch gleich noch sagen können, dass die Tour im neuen 'Best of' von Panico drin ist, mit relativ ausführlicher Beschreibung, Topo und einigen Fotos.
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Beitragvon potzi » 11. Okt 2002, 15:12

steht die da drin?
dann muss die ja wirklic gut sein.
Bei mir im Allgäu kletterführer steht die als ausgelutschte voralpine eingehtour für anfänger drin.
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Beitragvon Tuan » 13. Okt 2002, 15:58

Schwarzbart hat geschrieben:
hähähä
klasse idee tuan!!
du trägst den kasten und ich steige vor...ok?

;-)




Reicht da ein Kasten? Ich mein wenn des Teil a bissl länger is (ich weiß es ja nicht) und wir pro Standplatz (die wir als solches ja nicht benutzen) 'ne Halbe dudeln könnt's eng werden, oder???
Und da wir ja kein Seil haben, brauchst nicht vorsteigen, aber Du darfst dann den Weg suchen, oki?! :-)

Na denn Prost!!!

P.S.: Ich will des frängische Rauchbier!!!
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Beitragvon potzi » 13. Okt 2002, 20:36

nur dumm, dass die schlüsselstelle wohl in der letzten Länge ist! :o
Aber vielleicht ist man ja dann genug befreit! :wink: :wink:
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Beitragvon Becks » 14. Okt 2002, 17:25

Anonymous hat geschrieben:sicherlich eine der grosszügigsten felsfahrten der allgäuer alpen.
schon der weg zum einstieg ist eine herrausforderung für jeden ernsthaften alpinisten. doch ist die richtige felsrippe im dichten bergwald erst einmal gefunden, so erwartet den jungen recken ein garantiert einsames bergerlebnis in unvergleichlicher landschaft. besonders die enorme ausgesetztheit der in frisches grün eingebetteten gratschneide trennt alsbald die spreu vom bergsteigerischen weizen...


Moin,
wenn ich weiter unten/oben (sprich spätere Nachrichten) lese daß es ne 2/3 mit 4+ in den Schlüsselstellen ist muß ich sagen:
Da trennt sich noch nix vom bergsteigerischen Weizen. Ne 2 (nach UIAA) ist nur dann der Rede wert wenn Neuschnee die Tritte/Griffe unsichtbar und schmierig macht, und ne 4+ geht auch mit schweren Bersgtiefeln noch relativ problemlos :)

Für die die sowas testen wollen könne auch die Ringelspitz besteigen. Das Meiste des Anstiegs im oberen Felsbereich liegt bei ner 2 mit Stellen im 3er-Bereich und der Gipfelturm ist ne 4 bis 4+ (wenn es Eis drin hat).
Ach ja - DA trennt sich dann der bergsteigerische Weizen von der nurkletternden Spreu, denn bis man endlich klettern darf muß man erstmal knapp unter 2000 Höhenmeter gehen *g*. Unbedingt Helm mitnehmen, vor allem wenn mehrere Seilschaften unterwegs sind. Ist teilweise etwas bröselig da oben.


Alex
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Beitragvon potzi » 10. Jun 2003, 09:41

Um hier mal allen Spekulationen ein Ende zu setzen:

Ich hab das Ding gestern gemacht.

Einstieg finden war für mich kein Problem:

Abzweigung am Geröllfeld auf den Funkenweg. Auf ihm rechts halten. Bei einem rot aufgesprühten Kreuz auf einem Felsblock den Weg nach rechts auf nicht immer besten Steigspuren verlassen. Nicht in die Schöne Verschneidung rein sondern weiter. Am Einstieg ist ein großes Schild und ein Klebehaken.

Zur Route: Überhaupt nicht schwer zu finden. Sie ist mittlerweile saniert: Alle stände gebohrt. Keile unnötig, aber ein paar schlingen für den einen Stand am baum und ein paar Köpfl mitnehmen. Nette Kletterei. Die Schlüsselstelle bietet sogar einen Abstellplatz für Bierkästen :wink:
Egal ob mit oder ohne Seil ne nette Sache.

Abstieg am besten über den Nordostgrat.

Alles in allem aber ne sehr lustige Sache in netter Umgebung.
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